Projekt
SHALK Spiegel
Heute reicht ein kleiner Teil von dir
Ein Projekt von SHALK NRW über Selbstannahme, Scham und den Mut, sich in der Reflexion wiederzusehen
Was steckt hinter dem Projekt?
Der SHALK-Spiegel setzt bei einem Kernproblem vieler Menschen mit Suchterfahrungen und Essstörungen an: dem schwierigen Umgang mit der eigenen Selbstwahrnehmung.
Oft ist es nicht der Spiegel selbst, der wehtut, sondern das, was man in ihm sieht. Die strenge Bewertung, die Scham, der Wunsch, „anders“ zu sein. Konsum wird nicht selten genutzt, um diese Gefühle zu dämpfen.
Mit dem Spiegelprojekt wollen wir diesem Teufelskreis eine andere Botschaft entgegensetzen. Unsere Taschenspiegel tragen außen das SHALK-Logo und innen die Gravur: „heute reicht ein kleiner Teil von dir“.
Dieser Satz macht Mut, das eigene Bild weniger hart zu sehen. Er erinnert daran, dass Genesung und Selbsthilfe keine Perfektion verlangen — es reicht, kleine Schritte zu gehen, offen zu sein, sich Unterstützung zu erlauben.
Warum ein Spiegel?
In vielen Selbsthilfekontexten, insbesondere bei Essstörungen, Körperbild-Themen und Sucht, spielt Scham eine große Rolle. Der Blick in den Spiegel kann belastend sein. Der SHALK-Spiegel nimmt diesen Moment ernst — und gibt ihm einen anderen Rahmen:
Nicht der ganze Mensch soll „richtig“ aussehen. Ein einziger Moment genügt. Das kann zu innerer Klarheit, mehr Mitgefühl mit sich selbst und einem neuen Gesprächseinstieg führen.
Für ist das ganze?
für Dich - und als Begleitung.
Der SHALK-Spiegel richtet sich an Menschen, die
• mit Scham, Selbstbild oder Ess-/Suchtthemen leben,
• sich Austausch oder Selbsthilfe wünschen,
• und einen sanften Zugang zu Selbstwahrnehmung suchen.
Er ist gleichzeitig ein Werkzeug für Beratungen, Therapeut*innen und Selbsthilfegruppen, um Gespräche über Selbstbild und Veränderung einzuleiten — ohne Überforderung.
Drei Ziele des Projekts
Selbstwahrnehmung entlasten: Der Spiegel soll nicht Anlass für Selbstkritik bleiben, sondern zu einem freundlicheren Blick auf sich selbst einladen.
Scham verringern: Die Gravur ermutigt, sich nicht für Unvollkommenheit zu verurteilen, sondern den eigenen Weg in kleinen Schritten anzuerkennen — im ganz privaten Moment, wo man sich sicher fühlt.
Gespräche anstoßen: Spiegel, die neugierig machen, öffnen Türen — in Beratungsstellen und Kliniken — und regen an, über Selbsthilfe zu sprechen.
Mehr von uns:
SHALK ist ein Netzwerk queerer Selbsthilfegruppen in NRW, das Menschen mit Sucht- und Lebensfragen begleitet.
Unser Angebot umfasst Gruppen vor Ort und online, unter anderem SHALK EATS — eine Selbsthilfegruppe für queere Menschen mit Essstörungen und schwierigen Ess-/Körper-Erfahrungen. Hier geht es um Austausch, Mitgefühl und gegenseitige Unterstützung — ohne Diagnosezwang, offen und verbindlich.
